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Dies ist Heikos Tourbericht. (Ich möchte aber den Tourbericht von Nils lesen)

Auf den Spuren von Robert Rescue
Die Brauseboys-Rhein-Main-Tour März 2006. Ein Erlebnisbericht von Heiko Werning
Übrigens: einige schöne Presseberichte über die Tour findet man bei den Pressestorys
(Auch diese Seite sieht wieder in jedem Browser anders aus.)


Kuscheln mit Sarah

Mainz: Bühne, Burggraben, Publikum.

Mainz: ein schönes Foto

Marburg: Kurzgeschichtenpotbourrianstehschlange

Marburg: Sexy Publikum

Trebur: Auch sexy Publikum, für jeden eins

Trebur: Atomwaffenfreie Zone, besser als Teheran

Trebur: Stilleben mit Stühlen

Bingen: Da ist der Mäuseturm

"Na, du alter Scheißturm!"

Frank groß, Turm klein.

Ansonsten herrscht Land unter in Bingen

Guck mal, ein Berlin-Schild!

Darmstadt: die gute Stube im HoffArt-Theater

Wie tief kann ein Mensch singen, wenns Mikro sinkt?

Franks zerschlissene Tourhose
Kapitel 1: Robert Routenplaner
„Es kann gar nichts passieren – ich habe den besten Routenplaner aus dem Internet gesaugt“, verkündet Robert Rescue auf dem Beifahrersitz, um mir dann nach wenigen Fahrminuten zuzurufen: „Hier! Achtung! Gleich rechts halten! Da geht es auf die A115!“ Na, das ist ja eine Überraschung. Wer hätte das gedacht. Hätte man ja auch leicht übersehen können, die metergroßen blauen Schilder und die gigantischen Lettern, die sie sogar auf die Straße gemalt haben. Die kann Robert Routenplaner aber natürlich nicht sehen, da er gebannt auf seinen Ausdruck, dieses Wunderwerk der modernsten Kommunikationstechnologien, starrt. Es kann also gar nichts schiefgehen. In regelmäßigen Abständen bemerke ich, wie Robert unruhig wird und mit den Füßen über die Gummimatte schabt. „In 50 km!“, raunt mir sein sonorer Bass ins Ohr, „in 50 km müssen wir aufpassen, da kommt etwas!“ Gut, ich bin gewarnt. „In 30 km!“, drängt Robert und kann sich kaum auf dem Sitz halten, „in 30 km.“ Ich nicke beruhigend. Um meine Aufmerksamkeit zu demonstrieren, halte ich den Tachometer im Auge und komme dem zunehmend zappligen Rescue zuvor. „Robert, guck mal in den Routenplaner, in 21 km müssen wir irgendwas machen, glaube ich!“ Die Spannung im Skoda steigt ins Unermessliche. Nils, Frank und Sarah schlafen zusammengekuschelt seit ungefähr Charlottenburg, Robert gerät in ekstatische Zuckungen. „Da, jetzt, gleich!“, haucht er aufgeregt, „links halten! Halten Sie sich halb links! Folgen Sie der Route Richtung Frankfurt/Gießen/Basel!“ Ungläubig starre ich auf die Autobahn, die sich in gemächlichen, sanften Windungen durch das Land wellt. Wir kommen an einer ganz normalen Abfahrt vorbei, wie das halt so ist auf Autobahnen. Die Bahn selbst verläuft halblinks. Weiter Richtung Frankfurt. Wie schon seit ca. 150 km. und wie noch weitere 250 km. „Wir haben es geschafft!“ Erleichtert lässt Rescue sich in seinen Sessel sinken, „wir haben diese Aufgabe gemeistert, ohne uns zu verfahren!“ Ich spüre, wie leichte Zweifel an der Hochtechnologie in mir keimen. Die aufregende Situation hat Robert zum Glück so gestresst, dass er es den anderen Boys gleichtut und vor Erschöpfung einschläft. Bis Mainz habe ich Ruhe.
In Mainz dagegen von Ruhe keine Spur. „Da vorne am Kreisverkehr dann gleich links!“, weist Robert mich an. Angestrengt blicke ich auf die Straße. „Da ist kein Kreisverkehr!“ Robert guckt intensiv auf den Routenplaner. Noch einmal prüft er die Strecke genau, dann bescheidet er uns: „Doch. Hier ist jetzt ein Kreisverkehr.“ Die Straße endet, man muss nach rechts oder links abbiegen. „Robert? Wohin denn jetzt?“ „Im Kreisverkehr die zweite Ausfahrt nehmen.“
Nils sollte später von einer ersten Krise sprechen. Das ist aber übertrieben. Als wir irgendwie dann doch im Kulturcafé angekommen waren, habe ich lediglich laut nachgedacht, dass sich die Tour doch viel mehr lohnen würde, wenn wir nicht durch fünf, sondern bloß durch vier teilen müssten, und schließlich komme Robert doch hier aus der Gegend, der findet sich doch auch allein zurecht, wir hätten ja gar keine Chance in dieser fremden Welt, das war also gar nicht gegen ihn persönlich gerichtet, man muss eben auch mal an das große Ganze denken können. Die anderen meinten, ich solle einfach das Maul halten. Volker, der separat aus Köln anreist, stößt zu uns und begrüßt uns freudestrahlend. „Na, habt ihr gut hergefunden?“ Durch drei teilen wäre eigentlich noch besser.

Kapitel 2: Mainz
Mitarbeiter des Kulturcafés dürfen umsonst rein. Frank, der traditionsgemäß an der Kasse sitzt, wundert sich, wie viele Leute in dem Laden so arbeiten. Am Ende zählen wir 50 Zuschauer, von denen immerhin 30 bezahlt haben. „Das ist doch mehr als die Hälfte!“, freut sich Nils, dessen gute Laune einfach nicht totzukriegen ist. Auch nicht davon, dass die Mainzer zwar aufmerksam, aber quasi reaktionslos zuhören. Vielleicht sind sie noch zu ermüdet vom Karneval in der Woche zuvor. Vielleicht arbeiten aber auch alle beim ZDF und das ist halt das Maximum an Stimmung. Wir wissen es nicht. „Jetzt mach ich den Fischrap, jetzt krieg ich sie“, zischt Nils uns zu. Um Stimmung zu machen, dreht er das Playback mal lieber etwas lauter auf. Ungerührt starren die Mainzer uns an, obwohl die Tische vom Dröhnen der Bässe auf und ab springen. Nils, der sich zuvor über das sanfte Brummen irgendeines Gerätes ereifert hat, lässt sein Playback so laut auffahren, als würde eine Boing statt auf dem nahegelegenen Frankfurter Flughafen direkt im Kulturcafé landen. In dem Lärm ist kein Wort von Nilsens Gesang zu hören. Volker, der sich von der akustischen Schockwelle als Erster erholt, springt zur Anlage und dreht runter. Leider nicht nur die Musik, sondern auch Nils´ Mikro. Das wäre ja kein Problem, denn unser Moderator ist ja an sich laut genug, um sich auch so Gehör zu verschaffen. Allerdings fällt uns jetzt ganz unangehm auf, dass das Publikum durch eine Grand-Canyon-artige Schlucht von uns getrennt ist. Man sagt ja immer, dass die Künstler auf der Bühne die Leute im Publikum nicht sehen können, wegen der Scheinwerfer. Vorsichtig gucke ich mich um. Hier gibt es gar keine Scheinwerfer. Wir können die Leute nicht sehen, weil sie am anderen Ende der Schlucht sitzen. Wahrscheinlich. Das fängt ja gut an.
Robert ist so verwirrt, dass er sich nach der Show in einer Dönerbude ein Sixpack Dosenbier für 11,60 Euro andrehen lässt. Er hält diesen Preis für so absurd, dass seine Rezeptoren im Gehirn die Summe zunächst gar nicht mit dem Produkt in Verbindung bringen können. Erst auf dem Nachhauseweg merken wir, wie er zunehmend erblasst und vor sich hin flüstert: „Oh Gott. Habe ich mir wirklich ein Sixpack für 11,60 Euro andrehen lassen?“ „Ja, Robert. 11,60 Euro.“ „Der hat mich verarscht. Mein Gott, ich hab mich von einer Wiesbadener Dönerbude verarschen lassen. Das darf im Wedding niemand erfahren. Hörst du, Heiko, versprichst du mir, dass das im Wedding niemand erfahren wird? Ich würde ja zum Gespött des ganzen Viertels.“ „Ja, Robert, niemand im Wedding wird je davon erfahren, dass du für 11,60 Euro ein Sixpack lumpiges Dosenbier gekauft hast. Ich kann schweigen wie ein Grab.“

Kapitel 3: Marburg
Marburg hat keine Parkverbotszone, Marburg ist eine Parkverbotszone.

Kapitel 4: Trebur
Der einzige, der je von Trebur gehört hat, ist Roberts Routenplaner. Tatsächlich gelingt es uns mit dessen Hilfe, den Ort aufzuspüren. Etwa 8 km nach Groß-Gerau kommt eine Eisdiele. „Sie sind am Ziel“, behauptet der Routenplaner. In der Eisdiele wird uns versichert, dass sie Trebur sei. Von weiteren Häusern ist die Rede, die es angeblich noch irgendwo gebe. Frank bringt es auf den Punkt: „Nie waren wir mit unserem Provinz-Buch richtiger als hier.“ Robert vertritt die Meinung, dass wir das einzige Kulturereignis der jüngeren Treburer Geschichte seien und deshalb mit großem Andrang zu rechnen sei. Volker sagt: „Ich habe ein wirklich gutes Gefühl für heute Abend.“ Ein Satz, wie er in Stein zu meißeln wäre. Es gibt aber keine Steine in Trebur. Daher nimmt Nils den Satz mit der Diktiergerätfunktion seines Handys auf. Volker freut sich. Uns fällt auf, dass wir nicht einmal wissen, wie man den Ort ausspricht – Trébur, Trebúr oder gar ganz französisch Trebür? Wir fragen den Besitzer der Eisdiele. „Oh, also, was die Leute hier sagen, das versteht sowieso niemand, ich weiß auch nicht, wie das hier richtig heißt, keine Ahnung, ich arbeite nur hier, ich habe nichts mit diesem Ort zu tun, wenn es eine große Katastrophe gibt und der verschwindet, meinetwegen gerne, ich bin nur zur Arbeit hier und fahre dann ganz schnell weg.“ Aha. Das also als erste Stellungnahme zu Trebur. Nils lässt Volkers Stimme vom Band ertönen: „Ich habe ein wirklich gutes Gefühl für heute Abend.“
Schließlich finden wir die anderen Treburer Häuser. In einem ist ein kleiner, schicker Club, der in dieser Umgebung äußerst exotisch, um nicht zu sagen: bizarr wirkt, und so heißt er denn auch. Die Menschen im Café Bizarr sind sehr nett. Die Betreiber, aber auch die Besucher. Alle drei. „Vielleicht kommen die Treburer immer etwas später?“, mutmaßt Frank, aber jetzt, eine halbe Stunde nach der angekündigten Zeit, sind es immer noch drei. Nils lässt erneut Volker erklingen: „Ich habe ein wirklich gutes Gefühl für heute Abend.“ Wir werden nervös. Wir fragen unsere Gäste, wo denn die anderen Treburer sind. „Wir sind aus Groß-Gerau! Mit Trebur haben wir nichts zu tun!“, verteidigen die sich. Dann fragen sie uns, ob wir gerne mehr Publikum hätten. Wir wiegen ein bisschen den Kopf, dann nuscheln wir etwas wie: „Na ja, vielleicht, möglicherweise ...“ Die Dame greift zum Telefon und beginnt, ihr Adressbuch abzutelefonieren: „Du, wir sitzen hier gerade im Café Bizarr in Trebur, komm doch auch. – Das sind so fünf Jungs. – Nee, keine Ahnung, was die machen. – Die sehen aber total nett aus.“ Das ist ungefähr der Moment, wo ich auch ein wirklich gutes Gefühl für den Abend bekomme. Und tatsächlich: der Laden füllt sich noch auf 11 Leute. Neben unseren drei Gästen noch drei Pressevertreter von drei unterschiedlichen Zeitungen, die alle über uns berichten werden, dazu noch Leute vom Laden selbst. Es wird ein grandioser Abend. Zugabe um Zugabe wird uns abgerungen, wir haben Trebur im Sturm erobert. Oder zumindest Groß-Gerau, wer weiß das schon so genau.

Kapitel 5: Bingen
Überall an den Autobahnen stehen ja inzwischen diese braunen Info-Tafeln, die die Sehenswürdigkeiten der Gegend anpreisen. Jede Gegend zeigt, worauf sie besonders stolz ist. Bei Münster wird z. B. das Rathaus des Westfälischen Friedens ins Bewusstsein gerufen. Andere Städte werben mit Schlössern, mit historischen Stadtkernen, mit Museen. Auf dem Schild bei Nürnberg steht nur: www.nuernberg.de. Die Stadt hält also ihre Internetseite für ihre größte Attraktion. Einer der vielen Gründe, warum wir es nicht bedauern, nicht nach Nürnberg, sondern nach Trier zu fahren. Auf dem Weg dorthin begegnet uns ein weiteres braunes Schild, und gebannt stieren wir alle da drauf. Der Binger Mäuseturm! Der Quell diverser Deutscher Sagen! Und der Quell eines wunderbaren Kurztextes von Robert Rescue, den wir alle auswendig mitsprechen können, weil er ihn bei jedem Auswärtstermin zum Vortrag bringt. Der Binger Mäuseturm und wir! Den wollen wir unbedingt sehen. Robert lotst uns also dorthin, denn in Sachen Mäuseturm kennt er sich aus. Wir fahren also ins Weltkulturerbe Mittelrheintal, parken dort und gehen durch den eisigen Wind am Rhein entlang. Unterwegs müssen wir eine größere Gruppe Enten passieren. Als Frank einen Vogelgrippe-Witz macht, steigen den Federtieren die Tränen in die Augen. Sie mögen nicht mehr. Sie können diese Sprüche einfach nicht mehr ertragen. Entnervt stürzen sie sich in den Rhein. Dabei sind Vögel hier gar nicht das Problem. Mäuse sind es. Robert erzählt eine wüste Geschichte von irgendeinem Erzbischof von Mainz, Köln oder Chicago, der in diesem Turm eingekerkert wurde. Der Turm steht auf einer kleinen Insel mitten im Rhein, und auf dieser Insel herrschte zu jener Zeit eine Mäuseplage. Und die Mäuse haben den Bischof daraufhin aufgegessen. Wer wird sich denn da Sorgen wegen ein paar Enten machen?
Wir betreten eine kleine Aussichtsplattform, und plötzlich sehen wir ihn: Den Binger Mäuseturm. Begeistert begrüßen wir ihn gemeinsam: „Na, du alter Scheißturm, lange nicht mehr gesehen.“ Jetzt stürzen sich auch ein paar Kohlmeisen in den Rhein. Sie haben Angst vor uns. Wir und der Binger Mäuseturm. Gott nee, was für eine Story.

Kapitel 6: Trier
Robert hat die Routenplaner alle längst aufgegessen. Wir fahren also einfach ins Zentrum, suchen nach einem Parkplatz, steigen aus und fragen Passanten, wo denn wohl die Produktion oder das Adolph-Kolping-Haus sei. Die Passanten starren uns mit weit aufgerissenen Augen an. Nils blafft sie an: „Das Adolph-Kolping-Haus? Hallo! Wissen Sie, wo das ist?“ Panik steigt in ihre Augen. Einige gehen schnell weiter, andere nuscheln irgendwas von „ich nix verstehen.“ „Die Produktion! Das Adolph-Kolping-Haus! Wie müssen wir da fahren? Hallo!“, brüllt Frank zwei Trierer an, die uns kurz anstarren und sich dann in die Mosel stürzen. Wir sind verblüfft und gucken uns ratlos um. Dabei fallen uns die zwei großen Schilder auf, die neben unserem Auto stehen: „Parkplatz Produktion/Adolph-Kolping-Haus“ steht da drauf. Na so was.
Auch sonst ist Trier gut zu uns. An die 100 Leute drängeln sich in der Produktion, die Stimmung ist phantastisch. Ganz besonders, als mitten im Madenautomat-Text von mir ein Handy klingelt. Sehr lautstark. Ich gucke sehr verärgert und scanne mit meinem Blick das Publikum, um denjenigen zu erspähen, der jetzt hektisch versucht, das Gerät zum Schweigen zu bringen. Allerdings versucht niemand, das Gerät zum Schweigen zu bringen. Ist denn das zu glauben? Haben die denn überhaupt keinen Anstand? Ich stoße wilde Flüche aus, während es ungerührt weiter klingelt, ich nutze die Gelegenheit zu einer Predigt über die Verkommenheit der Sitten und den Verfall jeder Kultur, ich drohe mit der sofortigen Zerstörung des Gerätes, wenn ich rausfinde, wer das ist, ich komme richtig in Fahrt, als Nils mir auf die Schulter tippt und mir mit breitem Grinsen mein Handy reicht. Es klingelt. Der Saal bricht in ohrenbetäubendes Gelächter aus, die Leute kugeln sich über den Boden, während Nils die grüne Taste drückt und mir das Ding mit den Worten überreicht: „Hier. Ist für dich.“ Ich wundere mich ein wenig, dass sich der Boden nicht unter mir auftut, um mich direkt in die Mosel zu leiten, also rufe ich ein verzweifeltes „Ja, hallo?“ in den Hörer. Dran ist der wahnsinnige Giftschlangenforscher Markus Monzel aus Trier, der mir mitteilen möchte, dass er es leider nicht mehr bis zur Show schafft. Ich danke ihm für diese Information und lege auf. Das Publikum ist zu einer hysterisch gackernden Meute geworden. Immerhin, denke ich. So gut ist noch nie ein Beitrag von mir angekommen. Vielleicht sollte ich doch mal meine Performance überdenken.

Kapitel 7: Darmstadt
Hätte ich Robert Rescue gefragt, wäre das nicht passiert. Schon mehrfach wurde ich sehr freundliche gebeten, in einem Örtchen namens Weiden über Reptilien zu sprechen. Un da dachte ich halt, wo wir doch schon die ganze Zeit irgendwie in und um Rheinland-Pfalz herum unterwegs sind und die ganz in der Nähe liegende Gegend um Mannheim ja auch Kurpfalz heißt und dieses Weiden praktischerweise ja in der Oberpfalz ist, da kann ich doch am Sonntagmittag mal eben vorbeifahren.
Wie soll ein in Berlin lebender Westfale denn ahnen können, dass die Oberpfalz an der tschechischen Grenze liegt, irgendwo in Bayern, kurz vor dem uns über sein wichtigstes Erzeugnis hervorragend bekanntes Pilsen?!
Also morgens um 7.30 Uhr los, um von Trier an der Grenze zu Luxemburg 530 km über vereiste Straßen und durch dichtes Schneegestöber nach Weiden an der Grenze zur Tschechischen Republik zu fahren, dort zwei Stunden über die Reptilien Baja Californias referiert, und dann fix zurück nach Darmstadt, wo wir direkt nach der Tagesschau lesen sollen, um 20.10 Uhr treffe ich ein.
Aber auch Darmstadt entschädigt für alle Mühen, und am nächsten Morgen sinke ich glücklich, aber erschöpft in den Zug, der mich nach Münster bringen soll, während die Restboys im Skoda zurück nach Berlin rollen und unterwegs weitere Strafzettel einsammeln.
Mein Zug fährt direkt am Binger Mäuseturm vorbei, ganz aus der Nähe kann ich ihn noch einmal betrachten. Na, du alter Scheißturm, denke ich, da biste ja schon wieder. Gott nee, was für eine Story. Wir und der Binger Mäuseturm. Zufrieden schlafe ich ein.